Frankreichaustausch

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Blagnac 2008

20 Schülerinnen und Schüler der HPS verbringen 12 Tage in Blagnac.

Blagnac - Die Stadt

Blagnac ist eine Stadt, die 9 km von Toulouse entfernt liegt, mit ca. 40.000 Einwohnern. Sie liegt damit im Süden Frankreichs an sd532096
dem Fluss Garonne. Früher war Blagnac ein kleines Dorf. Hauptsächlich durch die Ansiedlung von Airbus, der auch viele Arbeitsplätze schuf, wurde Blagnac schnell immer größer. Der Flughafen Blagnac ermöglicht das Pendeln von Airbusmitarbeitern noch besser. Zurzeit wird in Blagnac noch eine sogenannte „Tramway", eine Straßenbahn, gebaut.

sany0007Da Blagnac schon seit 23 Jahren die Partnerstadt von Buxtehude ist und auch schon lange eine Partnerschaft mit einer Schule besteht, haben wir den Frankreichaustausch mit Schülern des Collège Henri-Guillaumet gemacht.

Im Laufe unseres Aufenthaltes haben wir viel von Blagnac gesehen, wie zum Beispiel das „Centre Commercial" oder das „Odyssud". Das „Centre Commercial" ist ein großes Shopping-Center, in dem es unter anderem einen großen Supermarkt mit 70 Kassen gibt. Das „Odyssud" ist ein Veranstaltungs- und Informationsgebäude. Im anliegenden Park gibt es einen See mit Wasserfontäne und einen Hügel mit Informationsplatten. In Blagnac gibt es ein großes Kino mit 16 Sälen. Das Rathaus, ein grauer Plattenbau, fanden wir im Gegensatz zum Buxtehuder Rathaus architektonisch nicht besonders schön.

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Besonders aufgefallen ist uns an den normalen Wohnhäusern in Blagnac, dass es keine Backsteinhäuser gibt, wie sie in Deutschland oft gebaut werden. Stattdessen gibt es hier fast nur beige oder grau verputzte Häuser.

Alles in allem ist Blagnac aber eine recht schöne Stadt, in der man gut 2 Wochen verbringen kann.

Madita und Vanessa

 




Schulleben

Als wir das erste Mal die Schule sahen, waren wir geschockt, denn die Schule sah anders aus, als wir es gewohnt waren:

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Die unteren Fenster waren vergittert, ein Tor versperrte den Durchgang. Wir haben uns gefragt, ob das hier wirklich eine Schule ist oder ob sich der Busfahrer vielleicht verfahren hat. (Wie wir hinterher erfahren haben, hat das alles seinen Sinn: die Vergitterung schützt die Räume im Erdgeschoss vor Einbruch, das Tor, das ständig geschlossen ist und nur mit dem Schlüssel oder durch den Concierge geöffnet werden kann, schützt vor Menschen, die sich unbefugt Zutritt verschaffen. wollen)

Aber es war wirklich die Schule und schicksalhafterweise war gerade die große Mittagspause. Ein paar Schüler steckten den Kopf img_1242

 

 


durch die Stäbe des Eingangstores, um uns zu bestaunen.

Wir also, mit unseren schweren Koffern, rein auf den Schulhof.

Plötzlich stürmte die schreiende Masse der Schüler auf und zu, die uns unbedingt anfassen wollten. Auf einmal verstanden wir, wie sich Tiere in einem Zoo fühlen müssen! Nach kurzer Zeit legte sich die allgemeine Aufregung dann allerdings, auch wenn in den Pausen in den nachfolgenden zwei Wochen immer ein paar Leute um uns herumstanden (besonders um die Jungen) und versucht haben, sich mit uns zu unterhalten.

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Wir bekamen dann einen Klassenraum zugeteilt, wo wir unsere Koffer abstellen konnten und der später zu unserem Treffpunkt werden sollte.


In jedem Klassenraum befindet sich vor der Tafel ein Podest für den Lehrer. Jeder Lehrer hat hier einen eigenen Klassenraum, in den die Schüler und Schülerinnen in Zweierreihen einmarschieren müssen. Tun sie dies nicht oder verstoßen sie gegen andere Regeln (zum Beispiel flüstern sie im Unterricht oder vergessen sie Hausaufgaben), werden kleine, blaue Hefte eingesammelt, die jeder Schüler/jede Schülerin besitzt, und der jeweilige Regelverstoß vermerkt. Wie streng das allerdings gehandhabt wird, hängt vom Lehrer/der Lehrerin ab. Manch einer brüllt schon bei der kleinsten Ruhestörung los, aber andere scheint eine schreiende, tobende Klasse gar nicht zu stören. Positv: die Anzahl der Schüler/innen in den Klassen ist klein.

Die Köche und Köchinnen der Kantine waren übrigens so freundlich und haben versucht, ein deutsches Essen zu kochen.

Janina und Milena

 

Die Bekanntschaft mit den französischen Essenstraditionen

Jedes Land hat seine eigenen Spezialitäten und Angewohnheiten, so auch Frankreich.Zum Frühstück ist meistens ein großer Teil der Familie anwesend, dies unterscheidet sich jedoch von Familie zu Familie. Da die Familien großen Wert auf Höflichkeit legen, ist jedes Mal wenn einem die Marmelade gereicht wird, ein „Merci" Pflicht! Die Franzosen trinken ihren Kaffee immer aus großen „Müslischalen" und trotz ihrer dünnen Körper gibt es jeden morgen Kuchen (z.B. Madeleines oder eine Tarte), Kekse und/oder Cornflakes. Am Wochenende gibt es auch Croissants oder Crêpes. Dafür nimmt man weder Pausenbrot noch ein Getränk mit in die Schule, gegessen wird erst wieder um 12 Uhr in der Kantine. Dort gibt es dann ein kleines Menü mit einem Salat oder einer Frucht als Vorspeise, als Hauptspeise gab es normales Kantinenessen, z.B.: Kartoffeln mit Fleisch, Kartoffeln mit Kohl und Würstchen, und einmal gab es als kleine Aufmerksamkeit gegenüber unserer Gruppe deutsche Spätzle mit Fleisch. Zum Nachtisch gab es öfters Kuchen, einmal sogar einen Versuch einer Schwarzwälder Kirschtorte, die allerdings eher als ein Kuchen (ohne Kirschen) endete.

Nach der Schule gab es von Zeit zu Zeit Kekse oder Kuchen. Bei unseren Ausflügen bekamen wir immer ein kleines Lunch-Paket, welches aus 2 kleinen Baguettes, einem Apfelmus, einem pastetenartigen Brotaufstrich, einem süßen Brötchen oder einem Schokoriegel und aus einer Saladière (s.u.) bestand.

Abends wurde dann noch einmal deftig gegessen: mal traditionell, z.B.: Crêpes (süß) oder Galettes (herzhaft, z.B. mit Ei und Schinken), mal exotischer, z.B. in einem chinesischen Restaurant oder in einer algerischen Familie z.B. auch algerisch, wo es Couscous oder Lamm gab; oft gab es aber auch für uns alltägliche Speisen wie Fischstäbchen oder Pizza.

Rike und Milena

Rezept für einen Crêpe

Zutaten:
250g Weizenmehl
50g Butter
200ml Milch
250ml Wasser
2 Eier
1 Prise Salz

Mehl, Salz, Eier und Milch verrühren, nach und nach Flüssigkeit und zerlassene Butter zufügen. Teig im Kühlen quellen lassen, am besten eine halbe Stunde (bei Zeitmangel auch kürzer).
Den Teig mit einem kleinen Soßenlöffel (Fassungsvermögen etwa vier Esslöffel) in die heiße, ganz leicht gefettete Pfanne (mit möglichst flachem Rand) geben. Den Teig durch vorsichtiges Schwenken gleichmäßig verteilen oder mit einem Crêpe-Schieber kreisförmig verstreichen.
Den Crêpe bei mäßiger Temperatur backen, er sollte nicht zu dunkel werden. Sobald die Oberfläche trocken ist und sich die Ränder von der Pfanne lösen, kann der Crêpe gewendet werden. Während des Fertigbackens Pfanne mehrmals rütteln.
Fertige Crêpes bis zum Füllen im warmen Ofen (80 Grad) aufbewahren.
Den Crêpe kann man mit verschiedensten süßen Füllungen (z.B.: Schokoladensoße, Marmelade oder einfach Zimt und Zucker) genießen, aber auch wie eine Galette mit Eiern (ggf. Käse) und Schinken.

 

 


Toulouse: "La ville rose"

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Freitagmorgen, neun Uhr: Die verschlafene Mannschaft der Deutschen steht am Collège Guillaumet und wartet sehnsüchtig auf den Bus, um nach Toulouse zu fahren. Dort angekommen schlendern wir fasziniert von der Schönheit Toulouses durch verwinkelte Gassen und Vorhöfe. Die vielen Häuser aus roten Ziegeln haben der Stadt den Namen "La ville rose "verliehen.

Unser erstes Ziel ist das "Hôtel des pierres", das pompöse Anwesen eines reichen Patriziers im Renaissance-Stil, der noch wusste,gassen_in_toulouse
wie man seinem Reichtum zeigt (heute gehört das Gebäude der Stadt).

Weiter geht's zur Kathedrale Saint-Étienne, die wir uns leider nur von außen ansehen können, da dort gerade Dreharbeiten stattfinden.

Unser nächstes Ziel ist die Eglise des Jacobins, eine katholische Kirche, die mit ihrer Architektur die Macht der katholischen Kirche ausdrücken sollte. Sie ist die ehemalige Hauptkirche des Dominikanerordens, in der sich seit 1369 auch das Grab des heiligen Thomas von Aquin (einem Philosophen der katholischen Kirche) befindet. Sie wurde im 20. Jahrhundert von Hitler als Kaserne genutzt.

Nach diesen Informationen dürfen wir uns die Abiturienten des gegenüberliegenden Lycées anschauen, die bei der Kirche lustige Klassenfotos in Schlafanzügen oder Bademode machen.

Langsam nähern wir uns der Place du Capitol, dem Herzen Toulouses, doch zuvor besichtigen wir noch schöne Innenhöfe von alten Patrizier-Häusern und schauen uns die Garonne an mit ihrer schönsten und ältesten Brücke Pont Neuf (trotz ihres Alters heißt sie „neue Brücke").

Da alle langsam durch diese aufregenden Erlebnisse hungrig werden, schlagen die Lehrer ein Picknick vor. Also stellen wir uns in die Nähe eines Spielplatzes und beginnen zu picknicken. Leider erweist sich dies als nicht gerade einfach, da der Wind von allen Seiten weht und es zu unserem Unglück auch noch anfängt zu hageln. Nachdem wir alle "fertig werden", hört es wie von Geisterhand wieder auf zu regnen (dies blieb übrigens der einzige Hagel während unseres Frankreichaufenthaltes) und wir können frohen Mutes weitergehen um die Place du Capitol zu besichtigen.

Diese ist ein riesiger Platz, an den das schöne und alte Rathhaus grenzt. Nun haben wir auch Zeit, in den Gässchen in kleinen Grüppchen zu bummeln.

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Nach einer Stunde treffen wir uns wieder und gehen zu eine der schönsten Kirchen in Toulouse: der romanische Basilika Saint Sernin (11.-12. Jahrhundert). Die Basilika steht über dem Grab des heiligen Saturnin, einem Bischof von Toulouse, der 250 n. Chr. eines Märtyrertodes starb.

Jetzt neigt sich die Tour durch Toulouse dem Ende entgegen. Ein aufregender, aber auch anstrengender Tripp durch "La ville rose" ist vorbei und wir fahren mit einem schönem Gefühl trotz schmerzender Füße wieder zu unseren Gastfamilien nach Blagnac.

Kim und Sina

 


Cité de l'Espace

 


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Die Cité de l'Espace befindet sich am Stadtrand von Toulouse und beschäftigt sich mit der Raumfahrt. Auf dem Gelände befinden sich ein Planetarium, ein 3D-Kino, ein Park, in dem verschiedene Raumschiffe, Satelliten o.ä. ausgestellt sind, und ein Museum.

Wir haben während einer Führung erfahren, dass dem Beginn der Raumfahrt eigentlich der Kalte Krieg zugrunde liegt, in dessen bild_574

Zusammenhang die damalige UDSSR und die USA einen Wettlauf im Hinblick auf Informationsbeschaffung über den Weltraum begannen.

Heutzutage werden Satelliten auch für Telekommunikation, für Navigationssysteme und GPS eingesetzt. Es befinden sich ca. 900 Satelliten im All, von denen man weiß. Es gibt allerdings noch viele militärische Satelliten, die genaue Anzahl ist nicht bekannt.

Im Park sind viele Nachbauten, aber auch einige Originale ausgestellt, wie zum Beispiel ein Exemplar der Raumstation MIR (Original), die früher für Übungen am Boden genutzt wurde. Außerdem befindet sich dort ein Nachbau der Rakete Ariane 5. Diese Objekte können teilweise besichtigt werden, was den Besuch der Cité de l´Espace sehr anschaulich macht.

 

Pia und  Vanessa

 

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