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WPK Kurs 7polarstern2

Ein spannender Dia-Vortrag

über die Fahrt des Forschungsschiffes Polarstern

in das Weiß der Antarktis

 

Da wir im WPK -Kurs von Frau Sauer verschiedene Themen über den extremen Lebensraum der Arktis und Antarktis behandeln, kam die angehende Doktorandin Frau Helena Herr in den Kurs zu Besuch. Sie berichtete in einem interessanten Power-Point Vortrag von ihrer abenteuerlichen Reise in die Antarktis. Die Schüler waren begeistert von den vielen anschaulichen Fotos der Wal-Forscherin und dem Bericht über ihre Erlebnisse in der kältesten Region der Erde.

 

Paula Kühn und Julian v. Woudenberg haben die wesentlichen Informationen zusammengefasst. 

 

Frau Herr, die sonst in Büsum arbeitet, um dort in der Nord- und Ostsee nach Schweinswalen zu forschen, war vom 5.Dezember letzten Jahres bis zum 6.Januar als eine der 40 Forschern auf der Polarstern in die Antarktis unterwegs.

Bedauerlicherweise konnte das Schiff erst am 6.12.08 in Kapstadt vor dem Tafelberg ablegen, da es ein Problem mit der Benzinversorgung gab.

 

Auf dem Weg in die Antarktis wollte Frau Herr mit ihrem Team vor allem das Vorkommen der Wale erforschen und zählen. Unter anderem beobachtete sie aber auch Seehunde und Pinguine.

Zur Beobachtung befinden sich auf dem Forschungsschiff „Polarstern" zwei Helikopter. Wenn einer der polarstern1
Hubschrauber unterwegs ist, muss der andere an Bord bleiben. Allerdings können die Hubschrauber nicht starten oder landen, wenn das Schiff zu stark schaukelt.

Für die Walbeobachtung ist es sehr wichtig, wie Frau Herr erklärte, dass man auf einer konstanten Höhe fliegt, um die Anzahl der Tiere zu bestimmen. „Der Helikopter kann sogar in der Luft stehen bleiben, dann darf man die Tür öffnen und wichtige Aufnahmen von den Säugern machen", erzählte uns die Forscherin stolz.

Gleich am ersten Tag der Reise hatte das Team Glück und Frau Herr fotografierte vom Helikopter aus einen Pottwal sowie eine aus 30 Tieren bestehende Delphingruppe und einen Wal mit „Kind".

 

Da der Seegang in den darauf folgenden fünf Tagen sehr unruhig war, konnte man durch den Schaum auf den Wellen nichts erkennen.

Nach 8 Tagen Fahrt hatten die Forscher den ersten Eisberg entdeckt. Je näher die Polarstern in den nächsten Tagen zur Antarktis kam, umso größer wurden die Eisberge. Bereits nach 9 Tagen erreichte die Polarstern ein Eisfeld von Eisschollen. Die Windkälte betrug - 17 Grad und überall im Meer trieb Eis.

 

Je näher die Polarstern in den nächsten Tagen zur Antarktis kamen, umso größer wurden die Eisberge. Als die gesamte Truppe an der Forschungsstation „Neumayerstation II" schließlich ankam, fuhren sie sich absichtlich mit der Polarstern im Eis fest, um es als Anleger „Eishafen" zu benutzen. Die Station ist nach dem berühmten Antarktisforscher Neumayer benannt.

Ziel der Polarstern war es nämlich die Forscher auf dieser Forschungsstation mit Lebensmitteln zu versorgen, zudem wurden aber auch Baumaterialien für die neue Forschungsstation „Neumayer III" geliefert. Denn die alte Station „Neumayer II" ist seit Jahren einsturzgefährdet, da sie 12 Meter unter dem Eis in einem Röhrensystem gebaut wurde, und so langsam von den anfallenden Schneemassen vom Eis zerdrückt zu werden droht. Wir konnten es nicht fassen, dass einige Forscher tatsächlich über 15 Monate in der Antarktis in dieser Station verbringen. Allerdings betonte Frau Herr, dass es keine Menschen gibt, die dort für immer polarstern.3jpg
leben. Im antarktischen Sommer kommen bis zu 40 Forscher in diese Station, die zu unterschiedlichsten Themen (Meeresbiologie, Klimaforschung, Geologie etc.) forschen. Unter dem Eis der Neumayerstation II befinden sich echte Wohncontainer, in denen die Forscher leben. „Es gibt fließend Wasser und Strom", berichtete Frau Herr, „eigentlich war es wir in einem gemütlichen Wohnzimmer."Die neue Forschungsstation „Neumayer III" wird allerdings komfortabler über dem Eis auf beweglichen Stelzen gebaut.

 

Das Team hatte nur einen Tag Aufenthalt auf der Station, dann wurde die Rückreise angetreten. Auf dem Rückweg hatte das Wissenschaftler-Team Glück! Sie sahen den zweitgrößten Wal der Erde, den Finnwal, dessen rechter Unterkiefer weiß ist. Unter anderem wurden auch Buckelwale, Albatrosse und viele Pinguine gesichtet. Ingesamt gibt es ab die 10 verschiedenen Walarten und sieben verschiedene Pinguinarten in der Antarktis.

 

Wir hoffen, euch hat unser Bericht gefallen und ihr habt einen kleinen Einblick in den Vortrag von Frau Herr bekommen! Übrigens stand in den letzten Tage ganz aktuell viel über die Eröffnung der Neumayerstation III in der Zeitung, denn sie wurde am 20.2.09 fertig gebaut!

 

Viele Grüße Paula und Julian