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Seminarfachkurs von Herrn Drescher im Buxtehuder Stadtarchiv Wie wurde und wird in Buxtehude an die Toten dreier Kriege erinnert? – Letztes Halbjahr im Seminarfach – Projektarbeit: Im Rahmen des Seminarfachkurses »„Held/inn/en“ ?« untersuchen die Schülerinnen und Schüler von Herrn Drescher anhand dreier Denkmäler die Buxtehuder Erinnerungskultur. Dazu besuchten sie am 16.1.2011 das Buxtehuder Stadtarchiv.
Wie in vielen deutschen Orten gibt es auch in Buxtehude Denkmäler, die der Toten des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 und der beiden Weltkriege (1914-1918, 1939-1945) gedenken: u.a. vor der Hochschule 21, in der Außenmauer der Petrikirche und im Stadtpark. – In Gruppen untersuchen wir die Erinnerungskultur, die an diese Denkmäler geknüpft ist: Vor Ort wurde das Denkmal besichtigt, um es zu beschreiben und zu analysieren, das Denkmal wird in seinen historischen Kontext eingeordnet, die Motive für seine Entstehung und Form sowie historische und aktuelle Diskussionen um seine Funktion ermittelt. Die Ergebnisse werden präsentiert. Am 16.2.2011 nun besuchten wir am Stavenort das Stadtarchiv, um die dort vorhandenen Akten und Zeitungsartikel zu den drei genannten Denkmälern auszuwerten. Herr Köhnke hatte die vorhandenen Archivmaterialien ermittelt und bereitgestellt, Herr Utermöhlen, der Leiter des Archivs, führte uns in Aufbau und Funktion des Archivs ein. Er nahm sich freundlicherweise die Zeit, die Gruppe, die das Denkmal für die vier Toten des Krieges von 1870/71 erforscht, beim Lesen der in Sütterlin-Schrift abgefassten Akten zu unterstützen. Die Gruppe, die das gewaltige Denkmal für die Toten des Ersten Weltkrieges untersucht, konnte anhand der Akten nachverfolgen, wie die Kosten aufgrund der Hyperinflation des Jahres 1923 von 300.000 auf 6 Mrd. Mark stiegen, bevor die Einführung der Renten- und goldgedeckten Reichsmark die Währung stabilisierte. Für die hitzige Debatte um das Denkmal im Stadtpark öffnete das Buxtehuder Tageblatt einmal sogar die gesamte Erste Seite für Leserbriefe, die damals noch gar keinen Platz in der Zeitung hatten, wie die betreffende Gruppe herausfand.
Viel Zeit für die Recherche lässt das kurze vierte Halbjahr nicht. – Was wir in jedem Fall schon herausgefunden haben, ist die Tatsache, dass es noch keine wissenschaftliche Arbeit über die Buxtehuder Denkmäler gibt. Wir danken Herrn Köhnke und Herrn Utermöhlen für ihre großzügige Unterstützung!
Drs |
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