Die Spanier sind da – gewesen!
Wie im Fluge vergingen die Tage seit Freitag, dem 18. März, als die spanische Gruppe mit 10 Mädchen und 6 Jungen aus Pamplona am Hamburger Flughafen eintrafen und mit großer Spannung die erste Begegnung mit ihren Austauschpartnern erwarteten.
Die Bereitschaft sich beeindrucken zu lassen behielten die „Spanier“ bei. Gleich am 1. Tag in der Schule, am Montag, waren sie so begeistert von der Ausstattung der HPS, insbesondere den naturwissenschaftlichen Fachräumen und Sammlungen, dem Observatorium auf dem Dach der Schule, aber auch von der Größe der Bibliothek, den großen, hellen und modernen Räumen im D-Trakt, dass ein spanisches Mädchen, Edurne, ihre Mitschüler und Mitschülerinnen nach dem Rundgang fragte: „Und wer will jetzt noch nach Pamplona zurück?“
 Aber die Begeisterung blieb nicht auf die Schule beschränkt; auch die Ausflüge nach Hamburg, Bremen und Stade gefielen ihnen sehr. In Hamburg bewährte sich die methodische Idee, die deutschen Schüler als Reiseführer einzusetzen, denn sie waren sehr darauf erpicht, dass ihnen ihre spanische „Reisegruppe“ auch zuhörte und die Zuhörer nicht versäumten, sich Notizen zu machen, um am nächsten Tag noch einmal über die Sehenswürdigkeiten berichten zu können. Stade erkundeten die Spanier selbst anhand eines Fragebogens zu Geschichte und Anekdoten der Stadt, und sie genossen es – wie in Buxtehude – sich wegen des übersichtlichen Stadtkerns schnell selbst orientieren zu können.
Der Ausflug nach Bremen, dieses Mal neu auf dem Programm, entpuppte sich als absoluter Renner. Bei der Erkundung erwies es sich als überaus positiv, dass die Schüler bereits im Vorhinein zu wichtigen Aspekten der Stadtgeschichte und den zu erwartenden Sehenswürdigkeiten gearbeitet hatten. Der Wiedererkennungswert war insbesondere bei den diversen Statuen zu den Bremer Stadtmusikanten und dem „Loch“ Bremens zu erkennen. Dass die knappe, aber inhaltlich dichte Führung durch zwei kompetente Stadtführer nur eine Stunde dauerte, erstaunte die Gruppe so sehr, dass viele noch einmal die Route abliefen, um sich alles ein zweites Mal genau anzuschauen. Auf allen Wegen wurden wir nicht nur von der Wärme der Sonnenstrahlen begleitet, sondern auch von dem nicht aufhörenden „Geschnatter“ der spanischen und deutschen Jugendlichen. Aber Kommunikation ist ja ein zentrales Ziel des Austausches, vor allem wenn sie in der Fremdsprache stattfindet – und so waren auch die Lehrer zufrieden.
Das Märchenprojekt „Es war einmal...“wurde von der spanischen Seite gut angenommen; überall begegneten uns „märchenhafte“ Elemente wie ein roter Faden: In Buxtehude die Geschichte vom „Has´und Igel“, in Bremen das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten und in Stade die Überlieferung vom „Fischermann und seiner Frau“. Die Arbeit mit diesen Märchen und das Schreiben eigener Märchen auf Englisch in einer Märchenwerkstatt während der Woche wird sich bestimmt anregend für die Fortsetzung des Austausches auswirken, die in Pamplona am Colegio Larraona vom 6. bis 15. April stattfindet und wo es um die Erkundung des „Camino de Santiago“ und seine Legenden gehen wird.
Nur die Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen ließ deshalb die Tränen am Flughafen etwas schneller trocknen, so dass die Pläne, gleich hier zu bleiben und mit der deutschen Gruppe 1 ½ Wochen später nach Spanien zurück zu fliegen, vorerst zurückgestellt wurden, aber die Pläne, in den Sommerferien die Einladungen der spanischen Familien zu den Fiestas de San Fermín in Pamplona noch nicht …
Entonces, adiós y ¡hasta pronto: Elena, Cynthia, José, Nerea, Miren, Maite, Beatriz, Begoña, Cristina, Iñigo, Edurne Alberto, Vicente, Natalia, Sergio y Enrique!
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