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„Niemals aufhören zu fragen“ – Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten 2010

In feierlicher und doch fröhlicher Atmosphäre hat die Halepaghen-Schule am Samstag, dem 19. Juni, ihren Abiturjahrgang 2010 verabschiedet.

Vor voll besetzten Rängen in der Aula sorgten einleitend Theresa Pelz (Violoncello) und Herr Christian Klett (Klavier) für einen musikalischen Auftakt, der die Zuhörer begeisterte. Sowohl ihre gemeinsame Schubert-Sonate als auch Theresas Hindemith-Interpretation setzten einen absoluten Glanzpunkt dieser Entlassungsfeier. Frenetischer Applaus belohnte diese außergewöhnliche Darbietung.

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Herr von Maercker begrüßte die Anwesenden (besonders die „wichtigsten“, die Abiturientinnen und Abiturienten) und eröffnete die Feierstunde mit Dankesworten an die Stadt Buxtehude für die Ausstattung der Halepaghen-Schule in der Hoffnung auf auch weiterhin so gute Zusammenarbeit.


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Herr Badur gratulierte als Bürgermeister und damit Vertreter des Schulträgers den Abiturientinnen und Abiturienten und versicherte, dass die Halepaghen-Schule als Teil der „Bildungslandschaft Buxtehude“ besondere Wertschätzung genieße. Der Ort des Aufwachsens werde sicherlich auch weiterhin einen Bezugspunkt im zukünftigen Leben der heute zu Verabschiedenden darstellen, und solche Bezugspunkte brauche der Mensch. Er forderte zu Mut und Zuversicht auf, denn nur wer diese mitbringe, könne Krisen bewältigen, ja sogar Sinn in ihnen finden.

Frau Sundermann als Vorsitzende des Schulelternrates gratulierte im Namen der Eltern. „What a difference a day makes“, bemerkte sie, um die gewaltige Veränderung, die dieser Tag mit sich bringe, zu betonen. Zukünftig würden die Abiturienten nur noch als „Ehemalige“ in den Listen der Schule geführt. Sie seien nun auf sich gestellt, könnten aber andererseits der Unterstützung ihrer Eltern auch weiterhin gewiss sein. In dieser Zeit veränderter Rahmenbedingungen seien Schule und das Erreichen des Abiturs kein „Zuckerschlecken“ gewesen. Sie äußerte auch Kritik, dass „das Zwischenmenschliche“ gelitten habe.

Herr Brenner überbrachte als Vorsitzender des Schulvereins dessen Glückwünsche und warb für die Mitgliedschaft, die ja nun auch den „Ehemaligen“ offen stehe. Er regte zum Nachdenken an, wem man Dank auszusprechen habe und wie es um den Aspekt der Zusammenarbeit bestellt gewesen sei. Unter besonderem Beifall wies er darauf hin, dass das Prinzip des „Wiegens und Gewogenwerdens“ den Abiturienten auch weiter begegnen werde, und wenn sie auf der Seite des „Wiegens“ ständen, was aufgrund ihrer Ausbildung wahrscheinlich sei, sollten sie bedenken, dass Menschen gewogen würden, nicht Gegenstände. 

Frau Benthack wünschte im Namen des Teeküchen-Teams den Abiturientinnen und Abiturienten viel Glück. Sie bedankte sich auch bei den Müttern (und Vätern), die in der Teeküche geholfen und für das leibliche Wohl gesorgt haben. Wer die kulinarischen Leckereien der Teeküche vermissen werde, könne sich aber mit dem anschließend verteilten Rezept trösten oder die Gerichte von der Homepage nachkochen.

2010-06-20_LehrerAnschließend schwappte ein wenig Neue Deutsche Welle durch den Saal, denn für die Lehrerschaft düsten Frau Behm und Herr Lawes im Sauseschritt auf ihr Thema zu: Schönes und Unangenehmes habe die Schulzeit der Abiturienten geprägt, kurzum: Liebe und Hass. Während Herr Lawes als Anwalt des Letzteren überall ein Haar in der Suppe fand, betonte Frau Behm, dass man im Gegenteil die vielen wertvollen Aspekte nicht vernachlässigen dürfe. Abitur, Lehrer und Abiturienten; Schule und Zukunft 2010: Trotz berechtigter Kritik könne man davon ausgehen, dass mit der bestandenen Abiturprüfung ein Fundament für die Zukunft gelegt sei. Nun müsse nur jeder noch eine Mauer darauf setzen. Bei allem solle man aber immer versuchen, dem Leben etwas Positives abzugewinnen.

 

2010-06-20_PauseNach den zahlreichen Wortbeiträgen wurde das folgende musikalische Intermezzo umso begeisterter aufgenommen. „In dreams“ sang Magdalena Skzetzka, und fast schien es, als ob ein Hobbit um die Ecke lugte. Begleitet von Herrn Rainer Grubert auf dem Akkordeon sorgte dieser Vortrag erst für andächtiges Zuhören, dann für begeisterten Beifall.

Dass die Präsentationen wie alle anderen Umbauten und technischen Herausforderungen so perfekt klappten, ist Herrn Grubert und dessen Team zu verdanken, die auch in diesem Jahr Garanten für einen reibungslosen (technischen) Ablauf waren.

Nun ergriffen Philipp Störtenbecker und Malin Joneleit für die Abiturientinnen und Abiturienten das Wort. Sie bedankten sich im Namen des Jahrgangs bei allen, die unermüdlich in den ganzen Jahren bei Problemen zur Stelle waren (Sekretariat, Bibliothek, Hausmeister …).

2010-06-20_21Die Schule habe ihnen beigebracht, dass man niemals aufhören solle zu fragen. 

„Lebenswichtige Fragen seien zum Beispiel, was man werden wolle, wenn man „groß“ sei, wie man zukünftig ohne den gewohnten Sauerstoffmangel in überfüllten Klassenräumen auskommen solle, ob die Sporthalle endlich Handtuchhalter bekommen habe oder wieso die Halepaghen-Schule ihre Schüler demokratisch ausbilde, ihnen aber die Teilnahme an Demonstrationen verbiete. Viele dieser Fragen blieben wohl ungelöst, aber Wissen und Fähigkeiten, gesammelt im Laufe der Schulzeit, sollten dazu befähigen, dem „Ernst des Lebens“ mutig ins Auge zu blicken.

Den „Funkadelics“ mit ihrem von den Bläsern geprägten Sound gelang es anschließend sofort, den Draht zum Publikum herzustellen und mit „Hit the Road, Jack“ eine neue musikalische Nuance in das Programm zu bringen. Auch sie wurden mit sehr viel Applaus bedacht.

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Herr Zimmer moderierte den folgenden Teil der Veranstaltung, in dem die Ehrungen für besondere Leistungen ausgesprochen wurden.

2010-06-20_5Insgesamt 25 Abiturientinnen und Abiturienten haben ein Ergebnis mit einer 1 vor dem Komma erreicht, drei davon sogar mit dem „Traumergebnis“ von 1,0! 74 lagen im Bereich einer Zwei vor dem Komma, 42 zwischen 3,0 und 3,7. Der Gesamtschnitt war mit 2,54 noch leicht besser als der vorjährige.

Für den Abiturdurchschnitt von 1,0 wurden Nils Remer, Philipp Wieduwilt und Lennart Moltrecht ausgezeichnet, es folgten Rebecca Kohsiack, Stephan Bräuer, Tobias von Arciszewski und Luisa Schilde.

Alle erhielten von Herrn Brenner einen Büchergutschein des Schulvereins.

Frau Behm und Frau Schröer gratulierten zu ihrem erworbenen Certi Lingua-Diplom Catharina Augustin, Jara Beckmann, Martin Böttcher, Lena Hellwig, Rebecca Kohsiack, Martha Krawczyk, Jasmin Kuberczyk, Isabel Niemann, Jana Prigge, Anuschka Radom, Lisa Stevens, Sibel Toprak und Katharina Wöltjen.

Buchpreise der Fachgruppe Französisch übergaben sie an Catharina Augustin und Katharina Wöltjen.

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Den Preis des Nds. Altphilologenverbandes übergab Frau Dr.Uhl an Alex Tetzke und zeichnete Christina Bredehöft für die Teilnahme am „Rerum antiquarum certamen“ aus.

Im Bereich der Naturwissenschaften ehrte Herr Rausch Leif Torben Willerts (Preis der Dt. Mathematikervereinigung) und Philipp Wieduwilt (Preis der Dt. Physikalischen Gesellschaft), ebenso Stephan Bräuer, Lennart Moltrecht, Nils Remer und Luisa Schilde.

Herr Bräuer zeichnete Stephan Bräuer und Yannik Gittermann aus (Preis der Fachgruppe Chemie), außerdem Philipp Wieduwilt und Leif Torben Willerts (Preis der Gesellschaft Dt. Chemiker).

Neu in diesem Jahr war die Auszeichnung der Fachgruppe Seminarfach für herausragende Facharbeiten. Hier wurden von Herrn Drescher Henry Benthack, Henrik Feindt und Sibel Toprak geehrt.

2010-06-20_8Ebenfalls neu war die Anerkennung langjährigen Engagements für die Halepaghen-Schule. Für ihren Einsatz in verschiedenen Gremien und Bereichen bedankte sich die Schule durch Herrn Kunz mit jeweils einer Urkunde bei Philipp Störtenbecker, Malin Joneleit, Ellen Pagel, Denis Hegemann.

Im Anschluss daran fand die allgemeine Übergabe der Abiturzeugnisse statt. Den in ihren Tutandengruppen auf die Bühne gerufenen Abiturientinnen und Abiturienten wurden die Zeugnisse durch Herausgehändigt, bevor man sich zum Gruppenbild versammelte.

Zum Ausklang der Veranstaltung präsentierte der DSP-Kurs von Frau Buttler die nachdenklich machende Szene „Leistungsdruck“, bevor man singend mit „In dieser Schule“ fröhlich-melancholisch Abschied nahm. Die „Funkadelics“ begleiteten musikalisch hinaus, nachdem Herr von Maercker zu erfrischenden Getränken ins Foyer gebeten hatte, was nach mehr als zwei Stunden dankbar angenommen wurde.

DIE HALEPAGHEN-SCHULE WÜNSCHT IHREM AUSGESPROCHEN NETTEN ABI-JAHRGANG 2010 ALLES GUTE!!!


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