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Litauen-AustauschDER BERICHT Donnerstag (22.10.) Als wir uns am Donnerstag voller Vorfreude um 16:30 Uhr in der Schule trafen, fragten wir uns schon sehr aufgeregt, wie unsere Austauschpartner wohl sein würden. Gegen 19.00 Uhr kam dann endlich der lang ersehnte litauische Bus, der wegen langer Staus vor dem Elbtunnel große Verspätung hatte. Nach der Begrüßung ging es zuerst nach Hause, um sich anschließend gegen 21:00 Uhr im Alpa Bowl zu treffen. Es wurde eine Runde gebowlt und sehr viel erzählt. Ergebnisse unterliegen dem Siegel der absoluten Verschwiegenheit! Zur späten Stunde fielen vor allem die Litauer müde ins Bett. Freitag (23.10.) Um 8:45 Uhr trafen wir uns im Foyer, wo Herr Gutsfeld unsere litauischen Gäste begrüßte. Netterweise übersetzte eine litauische Deutschlehrerin seine Rede ins Litauische. Danach mussten wir Deutsche wieder in den Unterricht, während die Litauer eine Stadtführung bekamen. Diese gefiel ihnen gut, denn sie durften u.a. auch auf den Kirchturm der St. Petri-Kirche steigen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Um 19.00 Uhr begann in der Aula die große Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Kontakte beider Schulen. Ein bunt gemischtes Programm ließ vor 170 geladenen Gästen 20 Jahre Litauen-Austausch wieder lebendig werden. Spannende und interessante Reden und Grußworte von Vertretern der Stadt Buxtehude, beider Schulen und des Deutsch-Litauischen Freundeskreises, Präsentationen zu Projektarbeit und Geschichte des Austausches sowie musikalische Darbietungen der Spitzenklasse machten den Abend zu einem Genuss, ja vielleicht sogar zum Höhepunkt dieses Schuljahres. Anschließend wurde in der Säulenhalle von Herrn Reichel seine Ausstellung zu 20 Jahren Austausch eröffnet (die dort noch bis Weihnachten zu sehen sein wird), bevor ein kaltes Buffet für das leibliche Wohl aller Gäste sorgte. Gerüchteweise soll es nach Mitternacht, natürlich unter Ausschluss der Schüler, noch hochgeistige Getränke im kleinen Kreis gegeben haben. Aber wie gesagt, dies sind nur Gerüchte!
Wochenende (24.10. + 25.10.) Das Wochenende stand den Familien zur freien Verfügung. Einige fuhren in den Heidepark, andere ins Hamburg Dungeon. Und es gab auch welche, die sich Samstag das Handball-Bundesligaspiel der BSV-Damen anschauten. Den Sonntag verbrachten einige beim eigenen Sport, andere fuhren ins Universum nach Bremen, um danach auf den Freimarkt zu gehen. Der Samstagabend wurde gemeinsam in der Garage verbracht. Den Sonntagabend ließen einige wenige von uns dann noch im Amadeus ausklingen.
Montag (26.10.) Um 8.30 trafen wir uns im Rathaus, wo unser Bürgermeister, Herr Badur, unsere litauischen Gäste begrüßte und betonte, wie stolz die Stadt Buxtehude auf die 20 Jahre Litauenaustausch wäre. Ein kleines Getränk und kleine Präsente rundeten diesen Besuch ab. Direkt anschließend ging es im Laufschritt zum Buxtehuder Bahnhof, damit wir die EVB nach Bremerhafen noch erwischen konnten. Ab Bremervörde Schienenersatzverkehr bis Geestenseth, dann wieder zurück in die EVB; statt zu schlafen oder zu chillen, wurden wir ständig in Bewegung gehalten. Es verdichteten sich Gerüchte, dass die Organisatoren des Austausches und die Verantwortlichen der EVB dies so abgesprochen hatten, weil ja uns allen bekannt ist, dass speziell Herr Hausmann es hasst, wenn Schüler einmal nichts tun. In Bremerhaven angekommen, goss es aus allen Kübeln. Damit hatte natürlich keiner gerechnet. Alle wurden schön nass, denn der Fußmarsch zum Auswanderhaus dauerte knappe 20 und gefühlte 60 Minuten. Angekommen im Auswandererhaus, wurde jeder von uns mit dem Ausweis eines Auswanderers versehen; wir wurden quasi zu dieser Person und durchlebten noch einmal, wie es ihr ergangen war. Höchst spannend! Es folgte eine Hafenrundfahrt der besonderen Art. In einem Bus fuhren wir direkt in den Hafen hinein und konnten die riesigen „Containerberge“ bewundern. Allerdings war die Führerin ein wenig uneinsichtig, denn es war ihr wohl egal, dass einige der Gäste wenig Deutsch sprachen, sie von daher nichts verstehen konnten und dadurch Unruhe im Bus entstand. Es wäre einfach schön gewesen, einige Sätze auf Englisch einzustreuen, einfach so als Serviceleistung. Denn ein bisschen Englisch kann doch jeder, oder? Schade, vielleicht das nächste Mal! Nach der Bustour ging es direkt zurück nach Hause. Abends setzten wir uns noch im Amadeus zusammen. Kommt uns irgendwie bekannt vor, nicht wahr? Dienstag (27.10.) Um 9.00, von uns allen mit unendlicher Spannung erwartet, Start der Projektarbeit. In vier Gruppen unter Leitung von Frau Buttler, Frau Sauer, Herrn Bahns und Herrn Désor malten, sangen, erarbeiteten und erspielten wir uns verschiedene Dinge zum Thema Häfen. Dies sollte in die Präsentation am Freitagvormittag münden. Wir hatten viel Spaß in den einzelnen Gruppen. Gegen Mittag gemeinsames Mittagessen an der Teeküche, gegen 16 Uhr Ende des „Pflichtteils“ Am Abend trafen sich wieder einige aus der Gruppe, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Wo, wird nicht verraten, aber die Ratemöglichkeit liegt bei knapp 100%! Mittwoch (28.10.) Mittwoch war Hamburg-Tag. Morgens ging es mit der Fähre von Finkenwerder zu den Landungsbrücken. Nach Finkenwerder brachte uns netterweise der litauische Bus, so dass keine Eltern fahren mussten.
Wieder bei den Elbbrücken angekommen, gingen wir zur bekanntesten Hamburger Kirche, dem Michel. Zu Fuß ging es auf den Turm. „Austauschtradition“, war Herr Hausmanns Kommentar zur Frage, warum wir den Fahrstuhl nicht benutzen durften. So liefen alle die Treppen hinauf. Oben angekommen, konnte man Hamburg von oben bewundern. Nicht nur die Litauer fanden es toll.
Nach einem kurzen Stopp bei den Krameramtswohnungen ging es zurück zu den Landungsbrücken, denn eine Hafenrundfahrt wartete auf uns. Doch das richtige Dock für die Abfahrt zu finden ist manchmal schon ganz schön schwierig!!! Nach einigem Hin und Her fanden wir schließlich die für uns reservierte Barkasse und die Rundfahrt konnte starten. Unter der Köhlbrandbrücke hindurch, an einigen Containerriesen und auch dem berühmten Dock von Blohm und Voss vorbei, in dem gerade die Luxusyacht des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch gebaut wurde, führte uns die Fahrt. Nach der Rundfahrt war bis 18.00 Freizeit angesagt. Das Musical Tarzan in der Neuen Flora, das den Abschluss des Abends bildete und einer der Höhepunkte des ganzen Austauschprogramms war, gefiel uns allen sehr, insbesondere die vielen Spezialeffekte. Auch der junge Tarzan war sehr süß anzuschauen; vor allem die Mädchen in unserer Gruppe fühlten sich beim Anblick seines Astralkörpers ständig an einen unserer Begleitlehrer erinnert! Gegen 22.30 kamen wir ziemlich erschöpft in Buxtehude an. Zu Hause angekommen ging es sofort ins Bett, schließlich konnte sich kaum noch jemand auf den Beinen halten. Donnerstag (29.10.) Zweiter Projekttag! Fertigstellung der Produkte, Mittagessen in der Teeküche, abends??? (Hier ein ganz kleiner Tipp: nicht ins Fidelio!!!) Freitag (30.10.) Es herrschte allseits große Aufregung: die fertigen Projekte sollten vorgestellt werden und dann würde es ja auch noch das traditionelle Basketballspiel geben. Die Theatergruppe präsentierte ein selbst geschriebenes Theaterstück fast ohne Worte, die Kunstgruppe zeigte eindrucksvolle Bilder mit Hafenszenen, die Musikgruppe sang und spielte, begleitet von Klavier, Contrabass und Flöte, Lieder und Songs, basierend auf dem Theaterstück Nuevecento, die Geographiegruppe hielt einen spannenden Vortrag über den Hamburger Hafen. Der gesamte elfte und zwölfte Jahrgang und einige Mittelstufenklassen waren anwesend und erfreuten sich toller Musik und Vorträge. Eine gelungene, tolle Vorstellung. Speziell die drei litauischen Sängerinnen Greta, Guoda und Ruta, die das Rahmenprogramm bestritten, erhielten einen im absoluten Normalbereich einer Schülerveranstaltung liegenden begeisternden Applaus und wurden am Ende von den fast 500 Anwesenden mit standing ovations verabschiedet. Gänsehautstimmung!
Am Abend fand die traditionelle Farewell-Party statt. Alle brachten Fingerfood mit, was zu einem Superbuffet führte, und nach einigen Ehrungen und Danksagungen und einer kleinen Musikeinlage von Ruta, Greta und Gouda, feierten wir, die Litauer und ihre Austauschpartner, bei Tabea in der Scheune unsere persönliche Abschiedsparty, bei der bis morgens um zwei Uhr kräftig gefeiert wurde. Samstag (31.10.): Der Tag des Abschieds! Viele Tränen wurden vergossen, denn viele Litauer hatten ihre Gastfamilien ins Herz geschlossen (und umgekehrt!) und wollten noch gar nicht heimfahren. Diese zehn Tage werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und wir freuen uns jetzt bereits auf den Gegenbesuch im Mai nächsten Jahres. Sabrina Jesch (Kl. 12) / Hermann Hausmann |
Termine
- 16.05.2012: - 26.05.2012: Litauen-Austausch: Schüler der HPS in S...
- 21.05.2012: - 26.05.2012: Schweden-Austausch: Schüler aus Örebro...
- 23.05.2012: - 15.06.2012: Schriftliche Abiturprüfung (Nachschreib...
- 23.05.2012: | 16.00 GA/ SV-Sitzung
- 26.05.2012: - 29.05.2012: Pfingstferien
- 27.05.2012: - 03.06.2012: Comenius: Koordinatoren- und Schülertre...
- 30.05.2012: 5. Klassen: Wahl der zweiten Fremdsprach...
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Litauen-Austausch
Unsere Austauschpartner wollten dann noch in den Irish Pub gehen. Doch der war so überfüllt, dass es einen fliegenden Wechsel ins Amadeus gab. Nicht zu lange freilich, denn am nächsten Tag standen z.T. extensive Familienprogramme auf dem Plan.
An den Landungsbrücken angekommen, liefen wir erst einmal durch den alten Elbtunnel. Auf der anderen Seite hielt uns Herr Hausmann einen kurzen Vortrag zur Skyline Hamburgs. Er eröffnete den Vortrag mit einer seiner berüchtigten gymnasialen Fragen (dieses Mal allerdings leider ohne Hustenbonbon als Preis!), nämlich was denn eigentlich die Skyline von Hamburg ausmache. Natürlich wussten sofort alle von uns die richtige Antwort: Die vielen Kirchtürme!!!
Obwohl sich die Litauer sich beim anschließenden Basketballspiel, dass traditionell für die Jungen der Gruppe den Höhepunkt des Austausches darstellt, sich mächtig ins Zeug legten, hatten sie gegen die Schulauswahl der HPS keine Chance. Es kam leider zu einigen unschönen Szenen, und speziell ein HPS-Schüler, der wohl unser Leitbild nicht ganz verstanden hatte, bot nach dem Spiel eine Negativversion des so oft zitierten Sportsgeistes! Oder lernt man das etwa beim ASC Estebrügge-Basketball nicht?