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Thementag "Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft“ und „Sexismus“


Am 17. Juli 2006 wurde der Halepaghen-Schule der Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage verliehen. Sie hat sich damit unter anderem dazu verplichtet, jedes Jahr ein Projekt zum Thema Diskiminierung durchzuführen.
Die Klasse 8f hat am diesjährigen Thementag (15.02.2011) die Beratungsstelle Lichtblick besucht.
Hier der  Bericht:

Ein Lichtblick im dunklen Thema

Unser Tag in der Beratungsstelle Lichtblick gegen sexuelle Gewalt

Das war unser Tag:  


Nachdem wir uns in einem gemütlichen Raum in einen Kreis gesetzt haben, erklärte uns das Leitungsteam (eine Frau und ein Mann) , wie der Tag ablaufen sollte. Angefangen hat es mit allgemeinen Fragen über sexuelle Gewalt. Sie haben uns z.B.nach unserer Meinung gefragt, ob die Täter eher männlich oder weiblich sind, um auch unsere Vorkenntnisse zu testen.

Im Landkreis Stade werden jährlich 30 Fälle von sexueller Gewalt gemeldet. An dieser Stelle sollten wir schätzen, wie viele weitere Fälle es pro gemeldeten Fall sind (Dunkelziffer).Das Ergebnis war erschreckend, mindestens 10.
Anschließend wurden wir in Gruppen aufgeteilt, in denen wir zu verschiedenen Themen arbeiteten.

• Wie können die Täter unbemerkt vorgehen?
Meistens bauen die Täter zuerst Vertrauen auf. Besonders leichtes Spiel haben sie bei Kindern und Jugendlichen mit Problemen, auch mit den Eltern. Oder wenn sie besonders naiv sind und auf leichtsinnige Internetbekanntschaften reinfallen.

• Meist sind die Täter aus dem nahen Umfeld. Wer könnte da in Frage kommen?
In Frage kommen: Verwandte, denen man vertraut, auch die Stiefeltern oder sogar die Eltern. Freunde der Eltern oder gute Nachbarn gehören auch dazu.

• Viele Opfer schweigen einfach. Wieso?
Viele schweigen, weil es ihnen peinlich ist oder sie denken, dass ihre Eltern ihnen nicht glauben. Noch ein Grund ist, dass sie Angst haben ihre Familie zu zerstören, wenn es jemand aus dem nahen Umfeld ist, oder wenn ihnen gedroht wird.

Für den nächsten Teil des Vormittags wurden Jungs und Mädchen getrennt. Uns wurden Situationen vorgestellt, bei denen wir entscheiden sollten, ob sie okay sind oder nicht, oder ob es grenzwertig ist.

Hier sind drei Beispiele:

• Nach dem Spiel duscht die Mannschaft zusammen.

• Du badest gerade, als dein Onkel reinkommt und sich rasieren will.

• Der Jugendgruppenleiter legt sich zu dir in den Schlafsack, weil dir kalt ist.

Danach haben wir das in einem Rollenspiel umgesetzt. Folgende drei Situationen wurden dargestellt und nachher besprochen:

• Ihr seid auf Klassenfahrt, wartet an der Bushaltestelle, als ein Mann kommt, der sich als Fotograf ausgibt und euch fotografieren will, obwohl ihr das nicht wollt.

• Ihr seid in einem Jugendzentrum, als ein unbekannter Junge von der Pädagogin gedrängt wird, ihr sein Problem zu erzählen.

• Der Lehrer beugt sich von hinten über eine Schülerin, um ihr angeblich zu helfen, diese aber fühlt sich bedrängt.

Unsere persönlichen Eindrücke sind, dass zum Beispiel die Rollenspiele uns geholfen haben zu wissen, wie man sich in solchen Situationen verhalten muss. Es war gut, andere Meinungen zu dem Thema zu hören und darüber zu sprechen. Zu sehen wie alle es ernst genommen haben, hat gezeigt, dass man mit dem Thema gut umgehen konnte und es keinem peinlich war oder sein musste. Vieles wussten wir schon, aber es von einem Experten zu hören, hat uns bestätigt.

Alles in allem war es eine sehr gute Möglichkeit das Thema zu behandeln, und wir sind deswegen froh, dass unsere Klassenlehrerin Frau Dralle mit uns dorthin gegangen ist.

Alexandra, Lina, Marlene, Klasse 8f

 Der Bericht als PDF-Datei pdf_link