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Thementag

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"

mehr als ein Rückblick


Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und aufgrund des Geschlechts (Sexismus) waren die beiden Aspekte von Rassismus, die im Zentrum des Thementages (15.2.2011) standen. Von der 1.-6. Stunde diskutierten Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen des regulären Unterrichts über allgemeine theoretische, fach-, gesellschafts- und schulbezogene Fragen wie: Was ist Sexismus? Welche Rolle spiel(t)en Frauen in den Naturwissenschaften? Ist eine Frauenquote nötig? Gibt es Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft an der HPS?

Seit 2005 ist die Halepaghen-Schule Mitglied des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" (SoR-SmC). Mit der Übernahme des Titels SoR-SmC hat sich die Schule zu dreierlei verpflichtet:
1. Entwicklung langfristiger und nachhaltiger Projekte und Aktivitäten zur Bekämpfung von Rassismus,
2. direktes persönliches Eingreifen gegen jegliche Form von Diskriminierung an der Schule,
3. Durchführung von mindestens einem Projekt pro Jahr in der Schule zum Thema Diskriminierung.

Rassismus im Sinne des Projekts SoR-SmC heißt Diskriminierung aufgrund von Religion, sozialer Herkunft, Geschlecht, körperlicher Merkmale, politischer Weltanschauung und sexueller Orientierung. Zudem fordert der Titel ein Eintreten gegen alle totalitären und demokratiegefährdenden Ideologien.

Ausgehend von dieser Selbstverpflichtung hatte die AG SoR-SmC der Schule einen Projekttag angeregt. Einhellig hatten ihn die Schülerschaft sowie Gemeinsamer Ausschuss/Schulvorstand mit den bereits genannten Themen und seiner Organisation beschlossen. Die AG SoR-SmC unterstützte die planerische und inhaltliche Vorbereitung mit einer Handreichung.RIMG0208klein

War der Projekttag ein Erfolg? – Die Diskussion der Schülerschaft (zuletzt im Schülerrat) und die ca. 50 Rückmeldungen aus dem Kollegium ergeben eine jeweils ähnliche Einschätzung: Insgesamt überwiegen die Stimmen, die den Tag als produktiv und anregend erfahren haben. Kritik wird in zweierlei Hinsicht geübt: Zum einen an der Organisation des Tages (unter verschiedenen Gesichtspunkten). – Es ist jedoch klar, dass ein hier notwendiger Kompromiss nicht alle zufrieden stellen kann. – Zum anderen wird kritisiert, dass nicht alle Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler dem Tag gleichermaßen eine hohe Bedeutung beigemessen haben. – Wer es genauer wissen will, frage bitte bei der AG SoR-SmC (über das Sekretariat) nach!

Dass wir alle aus der Organisation dieses ersten Projekttages „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" lernen wollen, ist klar. Dass er eine gute Idee ist, die Wiederholung fordert, sagen viele. Und dass Engagement gegen Rassismus nicht auf einen einzelnen Tag beschränkt sein darf, ist selbstverständlich.

Imke Dralle, Dan Drescher