Michael Siebert gewinnt Preis beim "Welfenlab Competition 03"


Beim dritten Informatikwettbewerb für niedersächsische Schüler "Welfenlab Competition 03", bei dem diesmal besonders schwierige Aufgaben zu bearbeiten waren hat der Halepaghen-Schüler Michael Siebert eine sehr anspruchsvolle Lösung der Wettbewerbsaufgaben eingereicht, für die er auf der "Ada Lovelace's Memorial Celebration" am 2.7.04 der Universität Hannover ausgezeichnet werden wird. Durch solch eine Auszeichnung wird natürlich auch die Schule der erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmer geehrt, weshalb auch der Schulleiter und der Fachlehrer zu der Festveranstaltung eingeladen wurden.

Am 2. 07. 2004 veranstaltet der Lehrstuhl Graphische Datenverarbeitung des Fachbereichs Informatik der Universität Hannover die Ada Lovelace's Memorial Celebration". Diese Festveranstaltung spiegelt Aktivitäten des Lehrstuhls Graphische Datenverarbeitung wider, die bei vielseitig begabten Schülerinnen Begeisterung für Informatik-Studiengänge wecken sollen. Unter http://www.edv.uni-hannover.de/schools/Iavelace/mct.php sind Informationen über die "Ada Lovelace's Memorial Celebration" des letzten Jahres einsehbar. In diesem Jahr ist es gelungen, für den Festvortrag mit Frau Prof. Monika Sester eine namhafte Vertreterin der Geoinformatik zu gewinnen, die gewiss sehr anschaulich über ihr Arbeitsgebiet sprechen wird. Mit diesem Vortrag wird in diesem Jahr durch eine bekannte Wissenschaftlerin der interdisziplinäre Charakter der Informatik deutlich hervorgehoben. Natürlich hat der Festvortrag einer wichtigen Wissenschaftlerin über ein informatiknahes, anwendungsbezogenes Thema auch eine Vorbildwirkung für alle Schülerinnen, die an der Veranstaltung teilnehmen werden. Der Name Ada Lovelace taucht im Titel und auch mehrfach im Programm der Festveranstaltung auf. Ada Countess of Lovelace, die mathematisch, künstlerisch und musisch exzeptionell begabte Tochter des englischen Dichters Lord Byron, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte, gilt in der Wissenschaftsgeschichte als historisch erste Programmiererin.

Mit der Rückbesinnung auf Ada Lovelace soll Schülerinnen. die gleichzeitig künstlerisch und mathematisch talentiert sind, anschaulich verdeutlicht werden, dass eine Studienwahl im Bereich Informatik gute Möglichkeiten für die berufliche Entfaltung als schöpferische Persönlichkeit bietet. Im Rahmen der ,Ada Lovelace's Urenkelinnen" Initiative halten Informatik-Studentinnen an Schulen Vorträge über die Informatik-Studiengange an der Universität Hannover, vgl. htto://www.gdv.uni-hannover.de/schools/lovelace. Diese Studentinnen organisieren auch in regelmäßigen Abständen für Schülerinnen Informatik - Workshops und Arbeitsgemeinschaften. Außerdem betreuen diese Studentinnen als Mentorinnen Schülerinnen bei informatiknahen Fachprojekten. Auf der Festveranstaltung soll die Arbeit der Mentorinnen und der Schülerinnen, die an der Ada Lovelace's Urenkelinnen Initiative mitwirken, durch Überreichung von Urkunden gewürdigt werden. Die Übergabe der Urkunden an die Mentorinnen soll durch Frau Prof. Sester erfolgen. Hierdurch soll auch symbolisch die Bedeutung der Vorbildrolle einer Wissenschaftlerin für die nachfolgende Generation der Studentinnen deutlich werden. Die zentrale Idee der Initiative bestehend in der Identifikation mit wissenschaftsgeschichtlichen Vorbildern, (hier mit der Pionierin des Programmierens) wird bereits im Namen ,Ada Lovelace's Urenkelinnen Initiative" klar.

Auf dieser Veranstaltung werden - wie bereits erwähnt - auch die Preisträger des Informatik-Wettbewerbs niedersächsischer Gymnasialschüler ausgezeichnet, der vom Lehrstuhl Graphische Datenverarbeitung ( Prof. Wolter) organisiert wurde, vgl. http://www.gdv.uni-hannover.de/schools/competitionO3/index.php. - Diesmal mussten die beteiligten Gymnasialschüler mehrere Monate lang eigenständig sehr anspruchsvolle Forschungsaufgaben bearbeiten, die die Sieger dieses Wettbewerbs durchaus als Hoch- und Höchstbegabte qualifizieren. Die Forschungsaufgaben waren in diesem Jahr so schwierig, dass – so Prof. Wolter - die große Mehrheit der Informatikstudenten auch in den höheren Semestern große Probleme bei der Bearbeitung dieser Aufgaben hätte.

Außerdem wird auf der Veranstaltung über weitere Initiativen zur Förderung weiblicher Studierender der Ingenieurwissenschaften berichtet werden, insbesondere über die Initiative "Join the top". Im Rahmen dieser Initiative erhalten Studentinnen durch eine Kombination von besonderen Industriepraktika und speziellen Seminaren einen konkreten Einblick in und eine gewisse Vorbereitung auf industrielle Führungsaufgaben.

Mit der gesamten Festveranstaltung soll vor allem ein deutlich sichtbares Zeichen für die Förderung begabter Schülerinnen und Studentinnen im Informatik- oder allgemeinen Ingenieursbereich gesetzt werden. - Hierbei ist die Orientierung an wissenschaftshistorischen Vorbildern sehr wichtig.