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Am 6.12.2018 sind wir, Arlette Schmelz, Anna Wischnewski und Lone Prolingheuer aus der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, zusammen mit Herrn Drescher zu einem Landestreffen der Schulen-ohne-Rassismus-Schulen-mit-Courage nach Hannover gefahren. Dort angekommen, haben wir uns in die Teilnehmerlisten und Workshops, von denen man jeweils zwei mitmachen konnte, eingetragen. Nachdem wir uns einen Platz im großen Saal gesucht hatten, wurden wir begrüßt und nach einem Input ist jeder zu seinem Workshop gegangen. Insgesamt wurden zehn Workshops angeboten, von denen wir Schülerinnen vier und Herr Drescher die beiden für Lehrer*innen mitgemacht haben.

IMG 0739 Ausschnitt

Der Workshop „Protect me from what I want!“ Selbstbestimmte Multi-Media-Nutzung in der Aufmerksamkeitsökonomie thematisierte, dass Socialmedia uns durch ihren Einfluss auf unser Leben durch beispielsweise Influencer manipuliere, und wir uns deshalb gut informieren und die Realität aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten müssen.

Auch werde unsere Aufmerksamkeit durch Produktplatzierung gesteuert, durch Informationsfluten und Fakeprofile zum Aufpuschen von Likes etc. werde unsere Meinung stark beeinflusst und unser Konzentrationsvermögen beeinträchtigt. Um dagegen vorzugehen muss in Deutschland bezahlte oder beauftragte Werbung, die auf Instagram zu sehen ist, als Werbung gekennzeichnet werden.

Des Weiteren werden durch positive Resonanzen in unserem Körper Endorphine ausgeschüttet, wodurch das Verlangen nach positiven Resonanzen immer größer wird und sogar Süchte entstehen könnten wie bei einem Kasinobesuch, was sich Firmen durch mehr Produktplatzierungen zunutze machten. Aus diesem Grund lautet die Botschaft des Workshops, dass wir selbst bestimmen sollen, was wir uns auf Socialmedia ansehen und Socialmedia nur für die eigenen Hobbies und Interessen nutzen sollten.

Bei dem Workshop „Noch ein Geschlecht? Lesbisch und schwul in der Schule? Na und?“ von Nico Kerski galt vor allem der Aufklärung über die LGBQT* Community, um besseres Verständnis zu entwickeln. Deshalb haben wir am Anfang zunächst etliche Begriffe geklärt; schnell wurde deutlich, dass es große Defizite in dem Wissensvermögen über ein solch wichtiges Thema gibt. Jeder bekam also ein Begriff und sollte versuchen diesen zu erklären, es waren Begriffe wie ,,Cis, Intersexuell, Coming-out’’ und noch viele weitere. Anschließend befassten wir uns damit, inwiefern wir in der Schule mit diesem Thema in Kontakt kommen und was unsere Schule für Aufklärungsmaßnahmen unternimmt. Hier gab es einige Differenzen zwischen den verschiedenen Schulen: Einerseits konnte jede Schule eine gewisse Aufklärung vorweisen, anderseits beklagten sich die Schüler trotzdem über dessen Mangel und Kontinuität. Manche Schulen ergriffen nämlich Maßnahmen, um den Schülern dieses Thema näher zu bringen, aber zu unregelmäßig und zu inkonsequent, also zum Beispiel nur alle drei Jahre und dann werden Jahrgänge unteranderem ausgelassen. Aufgrund dessen erklärte der Workshopleiter uns, was für Möglichkeiten wir als Schüler haben um in der Schule Schritte einzuleiten, damit es zu mehr Aufklärung kommt.

Dabei stellt er dar, dass es zwar oft so scheint, als wäre diese Aufklärung nicht so wichtig, aber genau das Gegenteil der Fall ist, denn gerade Jugendliche haben rund ums Thema Sexualität viele Schwierigkeiten und um diese zu überwinden ist es wichtig, dass die Schule als helfender und unterstützender Akteur agiert. Alles in allem war dieser Workshop sehr aufschlussreich und es wurde einem erneut bewusst, dass man immer weiter dazu lernen kann und muss, um ein tolerantes und aufgeschlosseneres Verhalten zu pflegen.

In dem Workshop „Don’t hate – participate!” – Digitale Beteiligungsmöglichkeiten im Informationszeitalter ging es um das Problem der ständigen Suche nach Resonanz.
Diese Resonanz wird einerseits von sogenannten Influencern genutzt, um ihre Beliebtheit und Reichweite zu erweitern. Andererseits kann ein Fehlen der Resonanz und somit fehlende Aufmerksamkeit zu Depressionen und ähnlichem führen, aus denen sich meistens Hass und Trolle entwickeln, die auf andere Weise Aufmerksamkeit suchen.

Trolle erhalten eine stärkere Resonanz, wenn sie Propaganda betreiben. Sie erreichen mit Grenzverstößen mehr Reichweite.

Um diesen Trollen und Hatern entgegenzuwirken, müssen wir selber aktiv werden. Um unsere Reichweite zu erweitern, müssen wir uns zusammentun, Hashtags benutzten und versuchen mit positiven Posts eine große Reichweite zu erschaffen.

Nach der Mittagspause, in der es ein leckeres Buffet gab, sind wir drei zusammen in den Workshop „Fight for your (human) rights!“ – Digitale Menschenrechte, die Basis für eine bessere Zukunft gegangen, in dem es um die allgemeinen Menschenrechte ging und darum, wie wir sie durchs Internet verbreiten und gegen Verletzungen angehen können.

Die Menschenrechte kann man in drei Dimensionen aufteilen: politische und bürgerliche Rechte, wirtschaftliche und soziale Rechte und das kollektive Recht auf Frieden, Recht auf Rohstoffe und eine saubere Umwelt.

Heutzutage finden die meisten Menschenrechtsverletzungen in Deutschland durch ein Ungleichgewicht zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund statt. In anderen Ländern gibt es noch fatalere Menschenrechtsverletzungen.

Wie können wir Menschenrechtsverletzungen aufhalten? Die Antwort ist erneut, aktiv zu werden bzw. zu sein. Mit der Unterstützung von Non-govermental organizations (NGO’s) wie Amnesty international, die sich international um Menschenrechte und deren Einhaltung bemühen, kann man viel erreichen. Man kann sich selber Aktivisten und Vorbilder suchen, die man unterstützen und denen folgen möchte.

Einer der wichtigsten Aspekte ist die Menschenrechtsbildung, auch an deutschen Schulen. Durch Kooperationen, Informationen und Kreativität kann man viel bewirken. Auch Schülerinnen und Schüler haben online die Möglichkeit gegen Menschenrechtsverletzung vorzugehen. Die Unterscheidung zwischen Meinung und Hetze ist essentiell und kann viel Hass ersparen. Nur leider bekommen es die großen Firmen nicht immer hin, ihren Algorithmus gut genug dazu auszubauen, Posts zu melden oder ganze Accounts, die Hetze schnell verbreiten, zu löschen.

Im ersten der beiden Workshop für Lehrer*innen, Escape room in der politischen Bildung, durchgeführt vom Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen, wurde vorgeführt, wie ausgehend von einem Raum, in dem Hinweise für die Abwesenheit einer jugendlichen Schülerin gesucht werden sollten, über politisches Engagement, Vorurteile und Urteilsbildung diskutiert werden könnte. Ob die Idee, die in der Erwachsenenbildung geboren wurde, auch in Schulen umsetzbar ist, ist noch zu klären. – Der zweite Lehrer*innen-Workshop wurde aus Anlass der vieldiskutierten AfD-Meldportale angeboten: Neutralitätsgebot und Beutelsbacher Konsens – Was bedeutet das für die Politische Bildung an Schule? – Ein Dozent an der Universität Oldenburg trug zu Geschichte, Inhalten und Interpretation des Beutelsbacher Konsenses vor und leitete eine angeregte Diskussion.

An die letzte Workshoprunde schloss sich, als wir alle wieder im großen Saal saßen, eine Fazitrunde an, in der die Ergebnisse aus den Workshops ausgetauscht wurden.

Aus unserer Sicht hat sich der Tag gelohnt, was Inhalte, Workshops, Austausch und Atmosphäre betrifft.

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Lone Prolingheuer/Arlette Schmelz/Anna Wischnewski/Drs

Fotos: Drs

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