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Ein Bericht von Svewa Rehder (9e)

 

UNESCO Climate Action Now 1

 

Neue Leute, neue Ideen

WOW! Eine Vielzahl an neuen Ideen und Erfahrungen haben uns diese drei Tage in Wolfsburg gegeben!

Vom 16. - 18. November fuhren wir, Frau Bettermann, Frau Jamrozy, Lina und Svewa in die Autostadt Wolfsburg, um dort an einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema Klimawandel teilzunehmen. Das Motto „Climate Action Now“ war dabei grundlegend und rüttelte jeden wach. Am Donnerstag, dem Ankunftstag fand gegen Mittag die Begrüßung statt und man konnte sich einen kurzen Überblick verschaffen, welche der insgesamt 26 Climate Change Projekt Schulen anwesend waren. Nach einer kurzen Motivationsphase ging es bereits in die Stationsarbeit. Die Gruppen waren schnell gefunden und tauschten sich an vier unterschiedlichen Stationen über die Möglichkeiten aus, wie der Klimawandel verhindert werden kann. Die schon vorhandenen Projekte und weiteren Ideen an den jeweiligen Schulen wurden ebenfalls thematisiert. Der Umfang und die Anzahl an Ideen und bereits durchgeführten Projekten war einfach unglaublich und die Wand letztendlich gut gefüllt mit Plakaten, Projektbeschreibungen und Vor- und Nachteilen des Engagierens gegen den Klimawandel. Schon jetzt hatte, denke ich, jeder eine große Menge an umsetzbaren Ideen im Kopf. Auch eine kurze Live-Schaltung zur Klimakonferenz in Bonn ließ die Technik zu und so bekamen wir einen Einblick in das dortige Arbeiten. Nach einem eindrucksvollen ersten Tag ging es zum Einchecken und Abendbrot in die Jugendherberge.

Von Klimarappern und Erwärmungsbeat-Boxern

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück um acht Uhr und einer Überraschung um neun Uhr. Begrüßung mal anders: statt einer „normal“ moderierten Begrüßung und dem Erzählen der heutigen Tagesordnung wurden wir rappend begrüßt. Ein Beat-Boxer und ein Rapper vertonten improvisatorisch die folgenden Programmpunkte und gaben so einen extra Ansporn. Van Bo Le Mentzel (Architekt) erzählte uns auf eindrucksvolle Weise, wie er auf das Projekt “Tiny House University“ gekommen ist und zeigte uns auf Bildern seinen Prototypen. Sein Ziel: Die Stadt für jeden zugänglich und Stadtmieten bezahlbar machen. Wir müssen umdenken, wenn wir in Zukunft nicht nur Privilegierte in Stadtgegenden wohnen lassen wollen. Sein großer Traum ist es, ein Haus mit vielen kleinen Wohnungen zu bauen, von denen die Kleinste nur 100 Euro Miete kostet. Auch wir duften tätig werden. In Kleingruppen bauten wir unsere eigene kleine Papierstadt aus Tiny Houses. Hilfestellung war ein Tiny-House-Bastelbogen, doch der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. So entstanden innerhalb einer Stunde nacheinander Wohnhäuser, Waschmaschinenräume, Schneidereien, fahrbare Gartenhäuser, allgemeinnützige Fahrradverleihe, vegane Bäckereien und vieles mehr. Eine der Grundideen, die sich in jeder Stadt wiederfand war, dass nicht jeder alles besitzen muss, sondern geteilt werden kann. Natürlich spielte auch die Energie eine große Rolle. So wurden Dächer mit Solarpanels ausgestattet, Regenauffangbehältnisse angebracht, viele Pflanzen integriert und ganze Windräder untergebracht. Weiter ging es zum veganen Mittagessen in der Autostadt, das für viele etwas gewöhnungsbedürftig war. Nach dieser kurzen Pause fanden Workshops statt, bei denen man unter vier verschiedenen auswählen konnte. Angeboten wurden die Themen. „Schokolade und Fairtrade“, „Mobilität“, „Nachhaltig kochen“ und „Energie“. Auf praktische und theoretische Weise wurden zum jeweiligen Thema wichtige Informationen vermittelt und ausgetauscht. Muffins wurden gebacken und solarbetriebene Autos gebaut. Über beeindruckende Fakten wurde berichtet - nur weil ein Fairtrade - Siegel zum Beispiel auf Kaffee gedruckt ist, bedeutet es nicht zwingend, dass alles mit Fairtrade gehandelt und hergestellt wurde. Denn es reicht, einen Teil der Ware mit Fairtrade hergestellt zu haben. Nach dem ebenfalls veganen Abendessen präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse in dem großen Kinosaal der Autostadt. Danach sahen wir uns den Film „Tomorrow“ an, der von Lösungsbeispielen auf der ganzen Welt erzählt und auf uns sehr inspirierend wirkte. Am Abend waren wir eindeutig geschafft, aber voller Tatendrang!

Und jetzt?

An unserem letzten Tag ging es darum, die Ergebnisse der vergangenen zwei Tage zusammenzufassen und einen weiterführenden Plan für die eigene Schule zu entwickeln. Doch bevor es in die Arbeitsphase ging, berichteten Teilnehmer der Klimakonferenz in Bonn noch ausführlicher von ihren Erfahrungen. Die erarbeiteten Zeitpläne beinhalten sowohl bereits vorhandene Maßnahmen, als auch die weiteren Ziele und den Zeitpunkt ihrer Umsetzung. Ideen hatten wir aus den letzten zwei Tagen mehr als genug und so kam ein erstes Konzept ohne große Schwierigkeiten auf das Blatt.

Die Atmosphäre war wirklich angenehm, wir haben nette und sehr engagierte Menschen getroffen, die alle das gleiche Ziel verfolgen und viele Informationen und neuen Input erhalten. Zum Abschluss noch ein Zitat des Rappers, der uns den zweiten Tag über begleitet hat: „Wenn sich etwas erwärmt, dann doch unser Herz und nicht die Erde.“

Unser Dank geht an die Initiatoren, die uns dies alles ermöglicht haben. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit und noch mehr Impulse.

 

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