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vom 19.11.2017 04:02

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Torgelow

Gerade war das elfte Schuljahr beendet, die Sommerferien klopften an die Tür und auf ging es für mich nach zwei Wochen Sommerferien auch schon nach Torgelow in Mecklenburg Vorpommern, wo ich für fast 17 Tage eine Schülerakademie besuchen durfte.

Erst im März hatte ich aus den vielen Kursen der sechs Akademien in Deutschland (vier weitere befinden sich im Ausland) meine fünf Favoriten ausgesucht und meine Zweitwahl erhalten. Dabei handelte es sich um den Kurs „Interreligiöse Begegnung in historischer Perspektive - Die Beziehungen von Christentum, Islam und Judentum von damals bis heute“.

Von Schule zu Schule also, dachte ich wenige Tage vor Anfang der Akademie und möchte auch nicht leugnen, dass sich da gemischte Gefühle auftaten. Diese wurden auch durch die anspruchsvolle Vorarbeit für den Kurs unterstützt: Wir bekamen einen dicken Reader voller historischer, teilweise theologisch geprägte, teilweise bilingualer Texte zugeschickt und sollten diesen, sowie die Lektüre „Nathan der Weise“ noch vor Ankunft an der Akademie gelesen und unter der Fragestellung, wie sich die Religionen selbst und gegenseitig wahrgenommen haben und wahrnehmen, bearbeitet haben. Desweiteren sollten wir ein 10 minütiges Kurzreferat zu einem zugeschickten Thema vorbereiten und Zeitungsartikel, die sich mit diesem Thema beschäftigten mitbringen. Und so befürchtete ich, dass ich wohl 16 Tage der Sommerferien nur mit lernen beschäftigt sein würde.

Doch nach dem sehr freundlichen Empfang an der Akademie würde mir sehr schnell bewusst, dass diese Befürchtung ein großer Fehlalarm war. Schon am ersten Tag wurden erste Freundschaften geknüpft, viel gelacht und über alles Mögliche diskutiert. Nachdem im gemeinsamen Plenum alle begrüßt, die Verhaltensregeln (z.B., dass das Wort „Lehrer“ tabu war) erklärt und die Stimmung aufgelockert wurde, versammelten sich zum ersten Mal die Kursleiter und -mitglieder, damit sich die Gruppe besser kennenlernt und die Erwartungen, Ziele und aber auch die Befürchtungen jedes Mitgliedes besprochen werden konnten.
Abends fand eine Vorstellung des AkL-Teams (Abkürzung für Akademie- und Kursleiter) statt, das sowohl lustig und unterhaltsam wie auch informativ war und vor allem von viel Talent zeugte: Während einige Kursleiter sangen, stellten sich andere in witzigen Selbstpräsentationen vor, wurden theatralisch aktiv oder lasen ihre Lieblingskurzgeschichten aus dem Genre Humor vor.

Am nächsten Tag fing das Akademieleben erst richtig an. Wie an jedem anderen normalen Akademietag, trafen sich alle Teilnehmer pünktlich um 8:30 nach dem gemeinsamen Frühstück um Informationen auszutauschen und den Nachmittag und Abend zu planen, in dem die KüA-Schienen lagen (dazu später mehr).
Anschließend wurde bis zwölf Uhr - mit kleiner Kaffepause - in den Kursen gearbeitet.
Der Kurs, den ich besuchte, befasste sich historisch, wie in der oben genannten Überschrift des Kurses bereits deutlich wird, mit den Beziehungen der drei monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) in den drei verschiedenen Zeitabschnitten „Frühe Neuzeit“, „die Aufklärung“ und „Moderne“.
Nach einem kleinen Aufwärmspiel in Kurs, leiteten täglich die Referate den Unterricht ein. Anschließend wurden in Einzel- oder Gruppenarbeiten Ergebnisse festgehalten, die ab Ende des Tages vor der Gruppe vorgestellt und diskutiert wurden. Neben historischen Primärquellen und Sekundärquellen arbeiteten wir auch mich Bildquellen und lernten obendrauf Altdeutsch zu lesen und zu verstehen. Während der effektiven Arbeit wuchs die Gruppe nicht nur unglaublich zusammen, sondern lachte auch gemeinsam!

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Von 12:15 Uhr bis 13:30 gab es Mittagessen und anschließend fing um 14:00 Uhr die erste KüA-Schiene (bis 16:00 Uhr) an. In dieser nutzen man die kursübergreifende Angebote (Kurzform: KüA) aus, welche von musikalischen, sprachlichen oder sportlichen Angeboten (wie Chor, Orchester, Chinesisch oder Japanisch für Anfänger, Fußball, Volleyball, Joga oder Fitness im Fitnessraum des Internatsgebäude) bis hin zu spielerischen und unterhaltsamen Angeboten (wie die Film, Massage, Skat, Zeichen oder improvisiertes Theater) reichten. Welche KüAs angeboten wurden konnte jeder im Plenum einfach vorschlagen.

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Alternativ konnte man jedoch auch die wunderschöne Aussicht vom See genießen, sich im „Wohnzimmer“ mit anderen Teilnehmern unterhalten, Karten spielen oder verpassten Schlaf aufholen. Nach der kleinen Getränke- und Kuchenpause um 16:00 Uhr, nahmen alle Teilnehmer die Arbeit in den Kursen bis um 18:45 Uhr wieder auf. Anschließend gab es Abendessen und um 20:00 Uhr fing auf schon die zweite KüA-Schiene an. Der durchschnittliche Akademietag endete frühestens um 2:00 Uhr morgens (für einige früher, für andere später), weswegen gen Ende der Akademie der Kaffe der beste Freund vieler Teilnehmer wurde.

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Doch nicht alle Akademietage waren „normal“. Während an einem Tag eine Exkursion stattfand, feuerten an einem anderen die Kurse ihre Mannschaften im großen Volleyballturnier an oder stellten ihre Kursergebnisse anderen Kursen am „Rotationstag“ vor. Einige Abende endeten mit einem riesigen Lagerfeuer, drei andere in Partynächten oder mit einem Standarttanzball, einem Konzert oder einem Abschlussabend.
Gegen Ende der Akademie intensivierte sich die akademische Arbeit extrem, da jeder Teilnehmer ein Dokumentationstext schreiben musste, der die Kursergebnisse einzelner Tage durch eine Fragestellung wissenschaftlich wiedergab, zig mal von den Kursleitern unter die Lupe genommen wurde und dementsprechend oft von den Teilnehmern überarbeitet werden musste. Auch hier spielte Kaffe erneut eine sehr wichtige Rolle für viele Kursteilnehmer.
Am Abreisetag würden Abschiedsbriefe geschrieben und viel Tränen vergossen, da Freundschaftsgruppen sich lösten und jeder wieder seinen eigenen Weg zurück in die Heimatstadt antrat. Doch Pläne für Nachtreffen milderten den Abschiedsschmerz.

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Letztendlich hat mich die Sommerakademie zu Hundertprozent überzeugen können. Zugegeben, die Vorbereitungen für die Akademie, der Kursunterricht sowie die Dokumentation waren genau das, wonach sie sich anhören: nämlich ganz schön viel Arbeit. Doch kam ich nicht erst, um zu lernen? Es hat sich gelohnt, denn ich lernte sehr viel und damit meine ich nicht nur, dass es ganz schön viele deutsche Akzente gibt. Ich lernte über die drei monotheistischen Religionen und ihre historischen Beziehungen. Ich lernte, Altdeutsch zu lesen, mit historischen Quellen umzugehen und übte wissenschaftliche Schriften zu verfassen. Aber vor allem, lerne ich viele unterschiedliche, witzige, begabte und intelligente Menschen kennen und sammelte viele wichtige Erfahrungen für das Leben, zum Beispiel, wie man es erträgt ungefähr 17 Tage (also ganze 408 Stunden) mit den gleichen hundert Leuten auf einem Internatsgelände mit sehr schlechtem Empfang (wirklich sehr schlecht) und einem einzigen Wlan-Anschluss zu leben. Immerhin durfte ich in dem wunderschönen, aber doch altem Schloss von Torgelow hausen.
Die Sommerakademie 2015 wurde für mich zu einem einmaligen Erlebnis, das ich nur allzu gerne wiederholen und sie jedem empfehlen würde, der bereit ist, ein wenig Arbeit (welche man fast immer mit Spaß und Neugierde verbinden kann!) zu investieren, diese Chance erkennt, sich neues Wissen anzueignen, und Lust hat, freundliche Leute aus Deutschland und auch von außerhalb Deutschlands kennenzulernen.

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